Szenenwechsel, offene Umbauten, das Einrichten des Bildes - bei den Arbeiten von Jan Machacek
wird der Drehort zum Aufführungsort von Performances.
Der Performer ist Kameramann, Regisseur, Techniker und Akteur in einer Person.
Er filmt sich live, in Ausschnitten und durch optische Tricks verfremdet auf einer Bühne,
die zum Film-Studio mutiert.
Die Leinwand wird zum Spiegel, der mehr als ein Abbild zeigt. Der Körper erscheint darin als verzerrtes Detail, als Maske und Fragment. Interaktion findet immer in dem engen selbstbezogenen Dialog zwischen dem Performer und seinem Video-Vis-a-vis statt.
Live- und Playback-Gesang, Sound- und Text-Collagen korrelieren und kollidieren mit dem visuellen
Geschehen.
In diesem multimedialen Karaoke ist der Performer die konstante Bezugsperson einer
beharrlichen Interpretation.
Die Performances sind Chroniken der Widersprüchlichkeit, die amüsieren und berühren - Intime Momente
inmitten technischer Arrangements.