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ERASE REMAKE
Die, die nicht aufhören, sich selbst und einander zu suchen, tanzen. Aus Unwissen oder wider besseres Wissen. Das Trotzige oder Unbeholfene der Akteure, das sich immer wieder Versichern, dass das, was man gerade nicht sieht, noch da ist - das ist Pop.

Hannes Seidl, Diskursfestival 2007, Gießen

Ein performatives Spannungsfeld entsteht durch die Gleichzeitigkeit der Live-Performance und ihrer zeitverzögerten Wiederholung und Variation auf der Leinwand. Der Umgang mit der Technik ist dabei so virtuos (was wiederum in schönem Kontrast zu dem beiläufigen Agieren des Performers bei den offenen Umbauten steht), dass man als Zuschauer gerne jedem optischen Trick auf den Leim geht, obwohl kein Hehl aus der künstlichen Herstellung der Bilder gemacht wird. Der letzte Vorhang  fällt als Bild im Bild immer und immer wieder, bis er sich so oft dubliziert hat, dass er sich schlussendlich selber auslöscht in den Tiefen der zweidimensionalen Projektion. Remake und erase.

Judith Helmer, »Im Auge des Staubsaugers«, www.corpusweb.net